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Luxus und Askese in der Vormoderne - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210067Ü
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich ÜWP: Zentrale Frist (nur fachfremde Studierende)    01.02.2026 - 03.05.2026   
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) ab dem 11.04.2026 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt, da die vorgesehene Platzzahl bereits erreicht ist.

Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 30.4.2026 möglich. Eine Vergabe der frei gewordenen Plätze wird bis dahin wöchentlich erfolgen.
Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Di. 12:00 bis 14:00 wöch 1.504 (Seminarraum)
Stockwerk: 5. OG


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Universitätsgebäude am Hegelplatz - Dorotheenstraße 24 (DOR 24)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     5
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Trînca, Beatrice , PD Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Mit Blick auf exorbitante Kostbarkeit oder exponentiellen Überfluss dominiert in der Vormoderne keineswegs der ökonomische Diskurs. Obwohl „luxuria“ als Todsünde gilt, wird Luxus gerade in religiösen Texten oder Episoden häufig positiv bewertet und steht nicht selten in Verbindung zur Herrschaft. Luxus schließt nicht immer, wie in der Franziskus-Vita, ein Leben in Entsagung aus, denn asketische Figuren wie Gregorius oder Elisabeth von Thüringen besitzen wertvolle Devotionsgegenstände. Das Paradies, das für Asket:innen visionär erfahrbar ist, stellt außerdem einen Ort der Fülle dar, an dem, wie zum Beispiel bei Gertrud von Helfta, Gott und die Heiligen ihre kristallinen Körper mit prachtvollen Kleidern schmücken. Luxus und Askese können sich gegenseitig steigern.
Im SE fragen wir zunächst, wodurch sich eine Poetik des Luxus bzw. der Askese auszeichnet und wie Schilderungen von Prunk oder Verzicht ins Bildmedium übertragen werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Schrift, die literarisch als Luxusgegenstand in Szene gesetzt wird. Überlieferungsträger galten außerdem selbst als Luxusobjekte, die Reichtum und Macht repräsentierten und/oder der religiösen Praxis dienten. 
Geplant sind Besuche in der Staatsbibliothek zu Berlin/Abteilung Handschriften und Historische Drucke sowie im Kunstgewerbemuseum.  
Arbeitsleistung: Die Bestätigung Ihrer Teilnahme setzt die Abgabe eines zweiseitigen Protokolls zu einer Sitzung Ihrer Wahl voraus. Mögliche Arbeitsleistungen sind entweder ein Forschungsbericht oder Essay (im Umfang bis zu 3 Seiten/4.500 Zeichen ohne Leerzeichen) oder die Gestaltung einer Lehrveranstaltungssitzung (im Umfang bis zu 45 Minuten) bzw. die unterstützte Gestaltung einer Lehrveranstaltungssitzung (im Umfang bis zu 90 Minuten). 

Literatur

Primärtexte und Forschungsliteratur stehen Ihnen im Moodle zur Verfügung.
Zur Einführung: Niklaus Largier: Die Kunst des Begehrens. Dekadenz, Sinnlichkeit und Askese. München 2007; Jutta Eming, Gaby Pailer, Franziska Schößler, Johannes Traulsen (Hgg.): Fremde – Luxus – Räume. Konzeptionen von Luxus in Vormoderne und Moderne. Berlin 2015.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin